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Subvention für alle?

Das TuWass erhöht die Preise. Nun muss man wissen, dass der Besuch im Schwimmbad nicht kostendeckend ist. Jeder Besuch wird (immer noch) mit etwa 4 € subventioniert. Das ändert aber nichts daran, dass so ein Besuch – vor allem für mehrere Personen, also Familien – doch eine ganze Stange Geld kostet.
Für mich ist das nicht nur eine wirtschaftliche Frage der Tuttlinger Bäder, sondern eine Gerechtigkeitsfrage. Die Bäder sind ein Eigenbetrieb der Stadt Tuttlingen. Und auch wenn dort Geld über die Stadtwerke hin- und hergeschoben wird, weil die wiederum eine vollständige Tochter der Bäder sind, reden wir unterm Strich über Steuergeld und Steuersubventionen. Die sollten nach meinem Verständnis auch allen zu Gute kommen. Wer wenig Geld hat, muss (künftig) als Erster auf den Badebesuch verzichten. Ich finde es ungerecht, arme Menschen oder solche die sparen müssen, nicht zu fördern.
Stadthalle und Bäder sind öffentliche Aufgaben. Beide sind subventioniert. Dafür gibt die Stadt mehrere Millionen Euro pro Jahr aus. Ich fände es fair, wenn die Kostensteigerung des TuWass durch Steuergelder statt durch Preiserhöhungen aufgefangen würde.
Und egal, ob wir im Vergleich mit Nachbarbädern billig oder teuer sind – der Mensch steht im Mittelpunkt und wenn ein paar Euro an den „Fremden“ aus Balingen, Sigmaringen oder Rottweil subventioniert werden, dann kann ich damit leben. So viel Solidarität kann sich Tuttlingen gerade noch leisten. Vielleicht haben wir ja Glück und der „Fremde“ bringt sogar seine Arbeitskraft in die Stadt der 17.000 Einpendler.

Mathias Schwarz, SPD

Diesen Text habe ich ins „Tuttlinger Stadtgeflüster“ auf Facebook gepostet. [Ergänzung 22:00 Uhr: wo er nicht freigegeben wurde, weil es „eine Mitteilung einer Partei“ sei]

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Mittelaltermarkt kommt

Der Gemeinderat hat soeben beschlossen, dass vom 15. bis 17. Juni 2018 ein Mittelaltermarkt auf dem Honberg stattfinden soll. Der von mir gestarteten Petition wurde damit voll entsprochen. Vielen Dank! Die Tuttlinger freuen sich drauf.

Bürgerinitiative #erhaltensWEHRt

In Tuttlingen findet gerade eine große, überparteiliche bürgerschaftliche Bewegung statt. Über der Stadt schwebt das Damoklesschwert, dass die Donau um einen Meter abgestaut werden muss. Unser gewohntes Stadtbild wäre dahin. Wir wollen das nicht und kämpfen in einer Bürgerinitiative dafür, dass dies nicht geschieht. Über 5.000 Unterschriften (davon ca. 1.000 online) wurden bereits gesammelt.

Die Bürgerinitiative hat einen Lenkungsausschuss gebildet. Ich bin dort aktiv dabei:

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Ich persönlich habe kein Verständnis dafür, warum man den gesamten Flusslauf vom Koppenland bis zur Groß‘ Bruck komplett verändern will, nur weil punktuell die Wasserqualität nicht stimmt. Ja, im sogenannten Schlauch ist die Wasserqualität nur befriedigend. Hier muss etwas getan werden. Aber der ökologische Zustand am Golem ist sehr gut. Hier darf nichts verändert werden!

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Das Donauufer entlang der Weimarstraße war noch nie eine Augenweide. Es ist trist, die Bäume sind teilweise morsch und die vollgeparkte Straße trennt den Fluss von der Stadt anstatt ihn zu integrieren. Gerade jetzt haben wir die Gelegenheit, diese Missstände anzusprechen und Gestaltungsmöglichkeiten zu finden. Kommunalpolitisch ist hier in den letzten Jahren nicht viel geschehen. Wenn es Ideen gibt, sind sie in den Schubladen verschwunden. Jetzt ist der Moment, da Tuttlingen dieses Thema anpacken sollte.

Berühmt in Tuttlingen

Darf ich ehrlich sein? Tuttlingen hat kaum große historische Persönlichkeiten hervorgebracht. Daher hat jeweils ein kleiner Besuch in der Stadt genügt, um den Dichtern Ludwig Uhland und Hermann Hesse jeweils eine Realschule zu widmen.

Uninteressant ist das Thema der berühmt-berüchtigten Tuttlingern aber dennoch nicht. Ich habe einige Geschichten zusammengetragen und mir habe nur mit Mühe alles in den 90 Minuten unterbringen können. Mit 30 Personen war die Führung wirklich gut besucht.

170802 Berühmt berüchtigt

tuttlingen|barrierefrei

Patrick Schilling und ich haben die Initiative tuttlingen|barrierefrei bereits 2014 gegründet. Ein Jahr später folgte dann die Vereinsgründung. In diesem Jahr habe ich den Vereinsvorsitz übernommen. Die Situation am Tuttlinger Bahnhof ist für unsere Mitglieder äußerst unbefriedigend. Ich durfte dem Gränzboten unsere Einschätzung weitergeben.

170803 Zum Zug gehts nicht barrierefrei

Mehr zum Verein findet sich auf tuttlingenbarrierefrei.blogspot.de

Leserbrief zur Donauabsenkung

Es ist ärgerlich, dass wir Tuttlinger nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Über 4.000 Unterschriften sind schon zusammengekommen und man teilt uns nur mit, dass der Umweltminister es nicht für nötig erachtet, vor Ort das Gespräch zu suchen. Echte Bürgerbeteiligung wäre, wenn man uns vor Augen führen würde, wie die Donau nach dem angeblichen „Kompromiss“ aussehen würde. In Tuttlingen geht aber lediglich die (berechtigte) Angst vor einem stinkenden Bach um.

170724 Leserbrief Donau-Visualisierung

Eine Stadtführung an der Donau

Über die Donau gibt es viel zu erzählen. Am Sonntag, 16. Juli habe ich für die Bürgerinitiative #erhaltensWEHRt eine kostenlose Stadtführung angeboten. Zählungen der Initiative kamen auf 60 Teilnehmer. Statt Trinkgeld habe ich Spenden für die Initiative gesammelt.

170715 Donau-Führung