Etwas weichgespült

Zum Thema „Jugendbeteiligung“, das am 29. Februar 2016 im VFA besprochen wurde, habe ich der Verwaltung und dem Gemeinderat einen progressiven Vorschlag ins Büchlein geschrieben. Der Leserbrief erschien mit dem Bericht über die Sitzung am 2. März:

Ernstgemeinte Jugendbeteiligung bedeutet, von der eigenen Kompetenz ein Stück an Jugendliche abzugeben, die diese Entscheidungen übernehmen. In der aktuellen Debatte im VFA war davon nichts zu spüren. Hellmut Dinkelaker warb zwar für Bürger-App und Jugendstammtisch, aber er zauberte dem Oberbürgermeister nur ein Lächeln auf die Lippen, weil er versäumte zu erläutern, dass Jugendstammtisch nicht gemeinsames Biertrinken bedeuten soll, sondern ein Austauschforum zwischen Oberbürgermeister und der Jugend darstellen soll, in dem man Jugendliche ernst nimmt und ihre Vorschläge aufgreift.
Die neue Form der Jugendbeteiligung, in der man die jungen Menschen niederschwellig abholt, stößt auf breite Gegenliebe und sogar bei der FDP ist ansatzweise Verständnis dafür zu spüren. Doch der wichtige Aspekt des Abgebens von eigener Verantwortung fehlt komplett. So etwas äußert sich beispielsweise in Budgetverantwortung. InnoTUT, die Liste, deren Kernkompetenz die Jugendbeteiligung darstellte, hat sich ja leider aufgelöst und so bleibt als Fazit nur, dass Tuttlingen sehr gute Ansätze für eine moderne Jugendbeteiligung hat, aber wenig Ernsthaftigkeit zu spüren ist und daher als etwas weichgespült bezeichnet werden muss.
Mathias Schwarz, Tuttlingen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s